Neues aus der Reitanlage

Sonntag, den 13.04.2014, Reitanlage unter den Eichen:

Gelassenheitstraining, Vertrauensbildung für die Pferde, Sicherheit für den Reiter.

Aufbau des Gelassenheitstrainings Parcours

Aufbau des Gelassenheitstrainings Parcours

Die Pferde und Ponys hatten einen erlebnisreichen Vormittag. Flatterbänder, ein klappernder Sack, rollende Bälle, ein aufgehender Regenschirm, an diesem Vormittag war alles anders in der Reithalle und forderte einiges von den Vierbeinern. Pferde sind intelligent und neugierig, aber von Natur aus auch Fluchttiere. Als Herdentier fühlt sich ein Pferd unter den Artgenossen geschützt. Mit dem Menschen muss das Vertrauen erst erarbeitet werden, dass das Pferd sich auch hier beschützt fühlt. Um das gegenseitige Vertrauen und sich die folgend aufbauende Gelassenheit und Zuverlässigkeit des Pferdes zu erarbeiten, gibt es verschiedene Wege. Ob bei einem Turnier ein aufgespannter Regenschirm von einem am Rand stehenden Zuschauer oder eine wehende Fahne zur Ablenkung und Verweigerung führt, bei einem Geländeritt vom Wind auffliegende Blätter oder ein den Weg kreuzendes Eichhörnchen zur Gefahr für den Reiter wird, mit dem Gelassenheitstraining kann die Saison für Pferd und Reiter gut vorbereitet werden. Pferde haben als Fluchttiere Respekt vor vermeintlichen Gefahren und unerwarteten Situationen. Zum sicheren Umgang muss das Pferd an ungewohnte Situationen herangeführt und das Vertrauensverhältnis von Pferd und Reiter aufgebaut werden. Am letzten Wochenende wurden auf der Reitanlage unter den Eichen in Warnau durch speziell aufgebaute Trainingseinheiten Stationen des Gelassenheitstrainings absolviert und die Pferde mit unerwarteten und zum Teil auch Angst einflößenden Situationen konfrontiert.

Pferd Api schaut neugierig durch den Vorhang mit flatternden Bändern

Pferd Api schaut neugierig durch den Vorhang mit flatternden Bändern

So konnte es passieren, dass ein fliegender Luftballon oder ein rollender Ball sich plötzlich auf dem Weg befand oder farbig gestaltete Gassen und Hindernisse zu überwinden waren. Farbreize in blau und gelb, die einzigen Farben, die das Pferd erkennen kann, verbessern die Kommunikation der beiden Hirnhälften des Pferdes. Das Pferd erkennt auf der rechten Seite eine Gefahr und sucht mit dem linken Auge bereits einen Fluchtweg. In den jeweiligen gegenüberliegenden Hirnhälften wird das Bild abgespeichert, eine bessere Vernetzung kann eine Fluchtentscheidung beeinflussen und das Pferd für den Reiter oder auch Fahrer kontrollierbarer machen. Entscheidend für die Sicherheit von Pferd und Reiter ist es, dass der Reiter die Situation der Gefährlichkeit einschätzt und er das Pferd aus dieser Situation herausführt. Das heißt, dass das Pferd in einem partnerschaftlichen Verhältnis ein großes Vertrauen dem Reiter gegenüber aufbauen muss. Und das gilt es in jeder Trainingsstunde zu unterstützen. In vier Wochen; am Sonntag Vormittag des 11.05. ist das nächste Gelassenheitstraining für Pferd und Reiter auf der Reitanlage geplant. Interessierte Pferdefreunde aus Warnau und Umgebung sind gern eingeladen sich das Training anzusehen. Einzige Voraussetzung ist die Unterstützung der Zuschauer durch ein pferdgerechtes Verhalten für die für die Pferde aufregenden Übungen.

Special Boy, viel Aufregung durch die ungewohnte Umgebung

Special Boy, viel Aufregung durch die ungewohnte Umgebung

Zu dem guten Gelingen eines solchen Trainings gehören ein Organisationsteam und viele fleißige Helfer beim Aufbau des Gelassenheitsparcours sowie der Vorbereitung und der Ideen. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an die freiwilligen Helfer und Organisatoren der Reitanlage unter den Eichen.

Stute Ballerine lernt einen Regenschirm kennen

Stute Ballerine lernt einen Regenschirm kennen

Ringe, Regenschirm, Bälle und vieles mehr lernten die Vierbeiner kennen

Ringe, Regenschirm, Bälle und vieles mehr lernten die Vierbeiner kennen

Mehr Informationen gibt es hier: Reitanlage unter den Eichen, Hochfelder Weg 1, 24250 Warnau, Telefon: 04302 / 964420, Internet: www.reitanlageunterdeneichen.de Text und Fotos: Susann Breiter

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